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Informationen für die Kindertagespflege vom NRW-Familienminister


Das NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) hat uns zur Weiterleitung folgende Dokumente zur Verfügung gestellt:

Heraustellen möchten wir aus den Schreiben folgende Punkte:

Warum nicht wie im ersten Lockdown die Kinderbetreuung ausschließlich für systemrelevante Eltern und Alleinerziehende geöffnet ist:

„Stattdessen setzen wir jetzt auf Eigenverantwortung und Solidarität der Eltern. Es geht jetzt nicht darum, welchen Beruf Eltern ausüben. Nun geht es darum: Können Eltern Betreuung und Beruf miteinander vereinbaren oder nicht? Kann die Familie die Situation zu Hause noch stemmen oder droht eine Überlastung? Das war mit den beruflichen oder privaten Gründen gemeint. Außerdem wollten wir Kindern den Besuch der Kindertagesbetreuung ermöglichen, für die der Lockdown eine besondere Belastung ist, z. B. weil sie in beengten Wohnverhältnissen leben, unter akuten Familienereignisse und -krisen leiden oder deren Familien sich in strukturellen Notlagen befinden.“

Warum die Betreuungszeiten in der Kindertagespflege nicht pauschal um 10 Stunden gekürzt werden:

„Hintergrund erläutern: Die Reduzierung um 10 Stunden dient dem Zweck, dass in den Kindertageseinrichtungen zur Kontaktreduzierung die einzelnen Gruppen strikt voneinander getrennt und das Personal nicht – wie sonst üblich – gruppenübergreifend eingesetzt wird. In der Kindertagespflege wird ohnehin in kleinen, familiären Gruppen und mit einer fest zugeordneten Kindertagespflegeperson betreut. Zum Vergleich: In der Kindertagespflege werden maximal 5 bzw. in der Großtagespflege 9 gleichzeitig anwesende Kinder betreut, in Kindertageseinrichtungen sind es bis zu 25 Kinder pro Gruppe und in der Regel mehrere Gruppen pro Einrichtung.“

Eigene Kinder der Kindertagespflegepersonen ausdrücklich gestattet:

„Um einerseits die Kindertagesbetreuung für Kinder und Familien mit dringendem Betreuungsbedarf aufrechtzuerhalten, andererseits die Betreuung eigener Kinder sicherzustellen und zur Kontaktreduzierung beizutragen, können Kindertagespflegepersonen ihre eigenen Kinder in den meisten Fällen in der Kindertagespflege mitbetreuen. Wie sinnvoll ein solches Vorgehen ist, hängt immer auch vom Einzelfall ab, wie zum Beispiel vom Alter der betreuten und der eigenen Kinder und davon, welche spezifische Unterstützung und Förderung die Kinder jeweils benötigen. Handelt es sich bei den eigenen Kindern um Schulkinder, ist auch zu berücksichtigen, inwiefern der Distanzunterricht mit dem Alltag der Kindertagespflege vereinbart werden kann. Grundsätzlich ist es jedenfalls zulässig, dass Sie als Kindertagespflegepersonen Ihre eigenen Kinder mitbetreuen.“

Den VAMV NRW erreichen viele verzweifelte Anrufe von Kindertagespflegepersonen und von Eltern. Es ist in dieser Situation kaum möglich Lösungen zu finden, die allen gerecht werden. Wir bedauern sehr die schwierigen Situationen, vor die zur Zeit  Kindertagespflegepersonen und Eltern gestellt werden.

Behalten Sie die Nerven, melden Sie sich gerne, wir haben ein offenes Ohr.